108 Sonnengrüße

Der Gruß an die Sonne:
Surya Namaskar

Der Sonnengruß ist wohl die bekannteste Abfolge von Asanas und wird in verschiedenen Variationen und Schwierigkeitsstufen weltweit praktiziert.

Der gängigste Sonnengruß besteht aus zwölf Stellungen, die harmonisch miteinander verbunden sind. Die Zahl zwölf ist eine starke Symbolik. Sie steht für die zwölf Sonnenstunden des Tages und für die zwölf Monate des Jahres. Beim Sonnengruß spricht man auch gerne vom Rad des Lebens, weil er den nie endenden Kreislauf der Wiedergeburten darstellt.

Die 108 Sonnengrüße sind eine Form der Meditation. Die fließende, kontinierliche Bewegungsabfolge ist wie ein Mantra, alles kommt ins Fließen und der Geist wird still. Dein Fokus richtet sich auf den Rhythmus von Atmung und Bewegung aus. 108 Sonnengrüße sind eine tolle Möglichkeit um das Jahr abzuschließen und ausgleiten zu lassen und zugleich das neue Jahr zu begrüßen und vielleicht in neue Bahnen zu lenken. Du kannst deiner Praxis eine Intention geben, die dich im Neuen Jahr begleiten soll (siehe unten).

Wie gestaltest du für dich die 108 Sonnengrüße optimal?

Bei der Online-Veranstaltung 108 Sonnengrüße
leiten wir unterschiedliche Sonnengruß-Varianten an, so dass jeder die passende für sich finden kann:
– Es gibt die sanfte Variante, die auch zu Beginn oder zur Erholung optimal ist
– Der klassische Sonnengruß A mit mittlerer Intensität
– Der dynamische Ashtanga-Sonnengruß für die, die sich gerne mehr fordern möchten

Wähle die Übungsabfolge, die in jedem Moment für dich am besten passt, um 108 mal das Bewegungsmantra genussvoll durchleben zu können.

Tipps zum üben:
Fließe mit dem Atem: dein Atem lenkt deine Energie und zeigt dir, ob du dich über- oder unterforderst.

Pro Bewegung ein Atemzug – so kommst du in den Flow.

Wenn du eine Pause brauchst, dann geh für ein paar Atemzüge in die Haltung des Kindes.

Gib deiner Praxis eine Intention: Du kannst alle 108 Sonnengrüße einem einzigen Thema widmen oder sie in zwei Themen (je 54 Sonnengrüße) aufteilen:
1.Teil: Loslassen (Thema gerne vorab auf einem Zettel notieren)
2.Teil: Annehmen, Einstimmen auf Neues

Schließe die Praxis auf eine ruhige und bewusste Art ab: z.B. mit einer Meditation, Mantra-Chanting und/oder Savasana.

Warum 108?

Die Zahl 108 gilt im Yoga und in anderen Traditionen auf der ganzen Welt als heilig. Sie steht für die Gesamtheit der Existenz. Viele alte Yogaschriften sind in 108 Kapitel unterteilt (z.B. die Veden und die Upanishaden), Götter haben 108 Namen und die Mala (Gebetskette) besteht aus 108 Perlen

Bedeutung aus der Numerologie:
1 für Gott oder die höhere Wahrheit oder das Universum
0 für Leere und Vollkommenheit
8 für die Unendlichkeit.

In vielen Tempeln taucht die Zahl 108 auf, beispielsweise bei Treppenstufen, Fenstern, Altären. In Indien gibt es 108 Heilige Städte und selbst die indische Notrufnummer lautet 108!

Chakren sind die Schnittpunkte der Energielinien des Körpers. 108 Energielinien bilden zusammen das Herz-Chakra

Die Lehre des Tantra geht davon aus, dass Menschen durchschnittlich 21600 Atemzüge am Tag nehmen. Davon ist eine Hälfte (10800) solar (Surya) und die andere lunar (Chandra). 10800 geteilt durch 100 ergibt 108. Beim Rezitieren soll ein Mantra daher 108 mal wiederholt werden, damit seine Kraft hundertfach wird den Tag mit seiner mystischen Kraft füllt.

Auch mathematisch und physikalisch hat die 108 eine besondere Bedeutung: In der Astrologie gibt es 12 Tierkreiszeichen und 9 Planeten. 12 mal 9 gleich 108.
Der Durchmesser der Sonne hat den 108-fachen Durchmesser der Erde. Der Abstand von der Sonne zur Erde beträgt 108 mal dem Durchmesser der Sonne.

Wer noch tiefer einsteigen will:

Wenn du tiefer in die Yogaphilosophie einsteigen willst und dich den 26 noblen Neujahrsvorsätzen aus der Bhagavadgita annähern möchtest, kannst du dich von diesem Text inspirieren lassen: